Was ein Plakat erzählt. Gedruckte Geschichten aus der «Graphischen Kunstanstalt Paul Bender, Zollikon»
Ab Herbst 2025
Ein unscheinbarer Schriftzug war der Auslöser für diese Ausstellung: «Druck: Paul Bender, Zollikon». Am Rand zahlreicher Plakate vermerkt, verweist er auf eine einst renommierte Produktionsstätte, deren Geschichte heute kaum mehr bekannt ist – und verbindet Plakate unterschiedlichster Themen und Jahrzehnte miteinander. Die Ausstellung bringt diese Werke zurück an ihren Ursprungsort und macht ein weitgehend vergessenes Kapitel der Schweizer Designgeschichte sichtbar.
Gezeigt werden rund 50 Plakate, die zwischen 1909 und 1968 in der Graphischen Kunstanstalt Paul Bender entstanden. Neben preisgekrönten Sujets finden sich unbekanntere Arbeiten, gestaltet von Grafiker:innen wie Herbert Leupin, Viktor Rutz, oder Ruedi Külling – ergänzt durch persönliche Kommentare von Fachleuten und lokalen Stimmen.
Paul Rudolf Bender (1876–1952), ausgebildeter Lithograf und Spezialist für Farbdruck, gründete 1907 seine eigene Druckerei. 1911 verlegte er sie nach Zollikon. Bis 1968 führte sein Sohn Paul Heinz Bender den Betrieb weiter. Gedruckt wurde für Auftraggeber aus der Schweiz, aber auch aus Israel, Norwegen oder den USA.
Die Ausstellung lädt dazu ein, Gestaltung als kollektives Kulturgut zu lesen – und jedes Plakat als Träger von Erinnerung, Handwerk und visueller Gegenwart zu entdecken.